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Zweckverband zur Wasserversorgung
der
Magnusgruppe


Pressemitteilung




Neubau Brunnen 6 im Bernbacher Wald

Allgemeines zur Versorgungssituation:

Die Magnusgruppe unterhält derzeit 5 Brunnen

- Brunnen 1+ 2 in Oberbernbach
- Brunnen 3, 4 und 5 in Kühbach ( Brunnen 3 nur noch mit geringer Förderleistung)
- 2 Wasserwerke (Oberbernbach und Kühbach)
- 4 Hochbehälter

Vorhaben:

Der Zweckverband zur Wasserversorgung der Magnusgruppe baut einen neuen Trinkwasserbrunnen im Oberbernbacher Wald, um die Trinkwasserversorgung langfristig zu sichern.

Technische Daten zum Vorhaben:

Der Brunnen wird etwa 160 m tief gebohrt und ausgebaut.
Bohrdurchmesser: ca. 900 mm
Filterrohrdurchmesser DN 500 m
Filterrohrmaterial: Edelstahl Wickeldrahtfilter

Filterschüttung: Glaskugeln

Im Anschluss an die Bohrung und Ausbau des Brunnens wird ein Brunnenhaus gebaut. Der Brunnen wird am Maschinenhaus in Oberbernbach angeschlossen, wo das Wasser zuerst durch die Eisen + Mangan Aufbereitung fliesen muss, bis es zum Hochbehälter gepumpt wird und von dort im freien Gefälle zum Verbraucher gelangt.
Durch die geologischen Verhältnisse muss dem Wasser Sauerstoff zugeführt werden und Eisen + Mangan entfernt werden.
Die Fertigstellung dieser Baumaßnahme ist voraussichtlich bis Ende 2011 vorgesehen.
Durch starke Inanspruchnahme u. Abnutzung muss zudem der Brunnen 1 in Oberbernbach zurückgebaut werden. Der Brunnen wurde 1963 gebaut und ist 125 m Tief.




Das deutsche Wasser ist das beste

Wasser ist so allgegenwärtig, dass man sich kaum Gedanken darüber macht.

Bis zum Jahr 2015, so haben es Regierungschefs aus aller Welt vor acht Jahren vereinbart, soll der zahlenmäßige Anteil der Menschen halbiert werden, die keinen Zugang zu trinkbarem Wasser haben. Zwei Jahre danach wurde dieses Ziel durch eine bedeutsame Vorgabe ergänzt:
Die Zahl derer, die über eine hygienische Abwasserentsorgung verfügen, soll sich in diesem Zeitraum verdoppeln.

Das eine hängt direkt mit dem anderen zusammen:
Wo sanitäre Mindeststandards fehlen, wo also die Exkremente ungeklärt abfließen, landen
Krankheitserreger auf vielen Wegen im Grund- und Oberflächenwasser, das die Menschen trinken und mit dem sie ihre Wäsche und die Kochutensilien reinigen.
Nach Schätzungen des Internationalen Wasserinstituts in Stockholm sterben deshalb täglich fünftausend Kinder an Durchfall. Etwa 2,6 Milliarden Menschen verfügen derzeit nicht über angemessene Sanitäranlagen. Ob sich die angestrebten Ziele annähernd erreichen lassen, ist sehr zweifelhaft. Soweit Behörden oder Privatunternehmen in den Schwellenländern (=Staat, der zu den Entwicklungsländern gezählt wird, aber nicht mehr deren typische Merkmale aufweist) bzw. Entwicklungsländern ein Trinkwassernetz aufbaut, wird oft die Sanierung maroder Abwasserleitungen vernachlässigt.

Was die Versorgung mit dem wichtigsten Lebensmittel der Menschheit angeht, haben die meisten Europäer noch Luxusprobleme. Der Klimawandel und eine extrem auf Bewässerung angewiesene Landwirtschaft führen speziell im Süden immer wieder zu Versorgungsengpässen. In manchen Regionen gehen auch Grundwasservorräte zur Neige, daher müssen immer tiefere Schichten angezapft werden. Das hat seinen Preis; hohe Kosten verursacht vor allem das flächendeckende Netz von Klärwerken das in Deutschland spürbar die Belastung der Gewässer reduziert hat.

Deutschland hat nach Untersuchungen weltweit die höchsten Wasserpreise – durchschnittlich 1,91 Euro pro Kubikmeter -. Positiv vermerkt der Befund, dass in Deutschland der Preisanstieg seit Jahren auf sehr niedrigem Niveau geblieben ist.

In Deutschland decken die Wasserpreise alle Kosten, was auf EU-Ebene angestrebt, aber nicht verbindlich vorgeschrieben wird. Richtig ist, dass die überwiegend kommunal verwalteten Wasserwerke in Deutschland mit diesen Einnahmen auch andere Bereiche der Daseinsvorsorge finanzieren. Dagegen steht eine vergleichsweise hohe Qualität des Trinkwassers.

Trinkwasser unterliegt strengeren Qualitätskontrollen als gewöhnliches Mineral- und Tafelwasser. Auch die Wasserverluste durch undichte Leitungen fallen in Deutschland mit neun Prozent nur mäßig ins Gewicht. In England, Frankreich und Italien versickert fast ein Drittel des Wassers auf seinem Weg; wodurch die Versorgung gelegentlich ganz unterbrochen wird.


Das Lebensmittel Wasser eine knappe Ressource, die zu schonen eine Aufgabe für jeden wäre.





 Zweckverband zur Wasserversorgung der Magnusgruppe, 2012